Rad, Fuß, Bahn, Bus: Gut für das Klima und für Fuldatal
Wir Grünen treten ein für eine gute, ökologisch verträgliche Mobilität, die allen Menschen die Beweglichkeit im Alltag sichert. Auch ohne Auto mobil sein ist das Ziel. Für die Ausbaumaßnahmen wollen wir die Zuschüsse für den umweltfreundlichen Verkehr nutzen, die Bund und Land den Gemeinden geben. Alle Verkehrsteilnehmer müssen gleichberechtigt sein, auch in der alltäglichen Praxis des Verkehrs, nicht nur in der Theorie der StVO. Fußgänger, Radfahrer, Bahn- und Busbenutzer müssen sich ebenso sicher und bequem bewegen können wie Autofahrer! Übrigens: Wenn möglichst viele Bürger NICHT mit dem Auto fahren, ist die Fahrbahn frei für diejenigen, die tatsächlich auf das Auto angewiesen sind: Feuerwehr, Polizei, Handwerker, Pflegedienste...
Wir wollen bauen bzw. verbessern:
- Sichere Fußwege ohne Hindernisse wie z.B. Falschparker (“Freie Bürger fordern freie Bürgersteige!”).
- Mittelinseln zum Fußgängerschutz, besonders an Bushaltestellen.
- Gute Radverbindungen mit Radschnellwegen zwischen den Ortsteilen und nach den benachbarten Gemeinden.
- Sicheres Radeln zur Schule.
- Verlängerung der attraktiven Straßenbahn nach Fuldatal und darauf aufbauendes Busnetz.
- Verkehrsregelungen, die einen reibungslosen Linienbusverkehr ermöglichen.
- Sichere und angenehme Haltestellen und einen Bahnhaltepunkt ohne Hinterhofcharakter.
- Angepasste Geschwindigkeitsregeln.
- Kein Tempo 70 im Wohngebiet Ihringshausen-West.
- Fußgängerbrücken über die Eisenbahnstrecke barrierefrei umbauen.
- Ausbau der Haltestelle “Schocketal” zur Umsteigehaltestelle zwischen Wilhelmshausen, Knickhagen und Wahnhausen einerseits und Rothwesten und Simmershausen andererseits.
- Förderung des Carsharing, Mitfahrerbänke.
- Zukünftige (teil-)autonome Autos sind in die Planungen mit einzubeziehen.
- Wanderwege erhalten, damit die Naherholung zu Fuß möglich ist.
Die Elektromobilität wollen wir fördern durch:
- Ladesäulen für E-Autos und E-Fahrräder im öffentlichen Raum.
- Umstellung des gemeindlichen Fuhrparks auf E-Mobiliät.
- Umstellung eines Teils der Buslinien auf E-Mobilität bzw. Straßenbahn.

Positive Beispiele in Fuldatal
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind übertrieben? Nein, es gibt schon jetzt viele positive Beispiele in Fuldatal. So etwa die erneuerten Bushaltestellen in Ihringshausen, Simmershausen und Wilhelmshausen, sowie der Ausbau des Radwegs R1 entlang der Fulda. Dabei hat die Gemeinde Fuldatal auch die angebotenen Zuschüsse genutzt und damit sinnvolle Investitionen in unserer Heimat ermöglicht.
Alternativen zur Kasseler Kurve unvoreingenommen prüfen
Wir erwarten eine diskriminierungsfreie Prüfung der Verbindung Benelux-Osteuropa in einem deutlich größeren Korridor, als es das Bundesverkehrministerium vorgesehen hat. Dabei dürfen nicht die Baukosten, sondern es müssen die regionalen Synergien im Vordergrund stehen, als ein Gewinn für die betroffene Bevölkerung. Daher sehen wir die Reaktivierung der historischen Hauptgüterverbindung Solling-Bahn als eine echte Alternative zu den präsentierten Varianten der Kasseler Kurve, auch wegen der signalisierten Akzeptanz von dortigen Kommunen. Hier ist eine weitestgehend zweigleisige elektrifizierte Reaktivierung ein Muss, um auch den Nahverkehr optimal an die Oberzentren und ICE-Trassen anzubinden.
Sollte das Bundesverkehrsministerium hier nicht einlenken, setzen wir darauf, dass ab Herbst unter einer hoffentlich grünen Regierungsbeteiligung das ganze Projekt noch einmal kritisch auf den Prüfstand kommt. Generell erwarten wir für die Bevölkerung bei einer Umsetzung, ob im Solling oder vor Ort, den größtmöglichen Lärmschutz für die betroffenen Anwohner. Sparvarianten wie eine höhengleiche Anbindung, die durch bremsende und anfahrende Züge Geräusche zur Folge haben, lehnen wir ab. Zum Lärm- und
Landschaftsschutz erwarten wir die gleichen Schutzstandards in den kompletten von Güterverkehr betroffenen Ortsdurchfahrten in Fuldatal, wie sie auch für die geplante Neubaumaßnahme gelten.