Willkommenskultur ist (auch) ein Selbstzweck
Unsere Gesellschaft überaltert zunehmend und jedem, der nach vorne schaut und nicht in unserer Nazi-Vergangenheit schwelgt, ist klar, dass unser Staat ohne Zuwanderung irgendwann nicht mehr funktionieren wird.
Wir definieren uns doch als Fuldataler nicht durch unsere Herkunft, sondern durch unser Wesen, unsere Vielfalt und unsere Gemeinschaft. Damit geben wir auch nicht unsere Kultur auf, sondern bereichern diese. Hand aufs Herz, wie viele von uns dürfen Migranten als ihre Vorfahren erfahren, ob z. B. Hugenotten, Heimatvertriebene oder sog. Gastarbeiter?
Daher brauchen wir mehr Platz für Kultur, damit wir einander begegnen und voneinander lernen können. Kunst ist grenzenlose Bildung.
Nur ein weltoffenes, willkommensorientiertes Fuldatal wird auch in Zukunft attraktiv und lebenswert sein. Dabei verschließen wir die Augen nicht vor den Herausforderungen von Migration und kultureller Vielfalt, mit der auch Gefühle von Angst und Fremdsein einhergehen können. Offenheit und Vielfalt sind für ein gutes Zusammenleben ebenso erforderlich wie die Akzeptanz hiesiger Normen und Regeln, deren Einhaltung auch nachgehalten werden muss. Gesprächsbereitschaft und Dialog sind Voraussetzungen für ein gelingendes Miteinander.
Demagogie und Feindseligkeit gegenüber Mitbürger:innen haben dieses Land schon einmal in den Untergang geführt und sind inzwischen auch in Fuldatal wieder auf dem Weg. Kämpfen Sie jeden Tag mit uns dafür, dass wir dieses nie wieder erleben müssen und ein Erstarken des rechten Gedankengutes verhindern.
Wir hoffen auf eine engagierte Beteiligung von ausländischen Mitbürger:innen in der Kommunalpolitik, um deren Vielfalt in unsere Entscheidungen einfließen zu lassen.
Was wir bereits erreicht haben:
Aufgrund unseres Antrags hat die Gemeindevertretung im Juni 2025 beschlossen, dass zur Aufarbeitung des nationalsozialistischen Erbes in Fuldatal eine Gremium aus Bürgern, der Politik und Fachleuten einberufen wird, dass die Zeit zwischen 1933 und 1945 in allen Ortsteilen von Fuldatal erforschen soll.
Außerdem wurde bereits eine Integrationskommission gebildet und 2026 wird es vsl. einen Ausländerbeirat geben.
Was wir noch erreichen wollen, um die Gemeinschaft zu stärken:
• Vereine bei der ortsteilübergreifenden Arbeit unterstützen
• Raum für Vereine schaffen oder erhalten (DGH Knickhagen)
• Raumkonzepte neu denken(Nutzung von Sporthallen, Kooperation mit anderen Trägern wie Kirche)
• Aktive Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Ausländerbeirat
• ein offenes Klima erhalten, in dem Platz ist für Sorgen und Bedenken von Bürger:innen, die in Veranstaltungen der Begegnung geklärt werden können
→ siehe auch Kapitel zu Demokratie